„Hervorragend - Bei diesem Werk erreichen Inhalt und Gestaltung ein durchweg hohes Niveau."
Inside MULTIMEDIA

„Sehr gut - Eine rundum schöne Scheibe..."
PC Praxis

„Super - ...ein gelungenes audiovisuelles Ambiente."
Highlight der Redaktion
screen MULTIMEDIA

„...wunderschöne, mit großer Liebe zum Detail produzierte CD-ROM..."
Aachener Nachrichten

 „Die CD-ROM Die Stadt im Mittelalter erzählt die Facetten des Lebens in dieser Zeit."
Empfehlung des Monats!
Highscreen Highlights

Eine Rezension von Raphael Ferres, einem 12 Jahre alten Schüler:

"Mit der CD-ROM „Die Stadt im Mittelalter" kann man viel spielen, aber auch arbeiten. Man lernt in beiden Fällen viel und kann auch noch Spaß dabei haben. Beim Fernsehen und bei Schulbüchern ist man beim Lernen passiv, bei der CD dagegen aktiv. Das ist der Vorteil von Multimedia. Es läuft nichts, wenn man nichts macht. Die CD enthält keine längeren Texte, woran man sich „die Zähne ausbeißt"; es wird fast alles erzählt. Die Stimmen der Erzähler sind deutlich und gut zu verstehen. Das Programm ist ideal für alle, die beim Spielen lernen oder ihr Lernen gerne mit Spiel verbinden möchten.

Viele Bildpassagen sind von Musik untermalt. Die Musik ist oft auf den Text zugeschnitten. Beispiel: „Doch es kam noch schlimmer!" - tiefe Töne folgen. Es jagt einem einen Schauer über den Rücken. Videos sind nicht enthalten, doch es gibt praktisch eine andere Form in Gestalt von animierten Karten, die sehr anschaulich und gut zu verstehen sind. Beispiel: Das Gebiet etwa der Ostgoten ist in einigen aufeinanderfolgenden Karten hellblau, der Feldzug der Hunnen wird durch rote Pfeile gekennzeichnet. Das Fehlen des Mediums „Film" ist insofern uninteressant, als das Programm auch ohne diesen auskommt; Multimedia muß ja nicht immer alles enthalten. Fast alle Bilder haben eine ziemlich hohe Bildschirmauflösung.

Die Bedienung ist einfach. Der Benutzer lernt sie schnell nach dem Prinzip „learning by doing". Die „Bibliothek" enthält eine Themenübersicht, wo alle Themen der CD aufgelistet sind. Um den Datenschatz systematisch zu heben, eignet sich die Themenübersicht gut. Drei große Bilder zu den Themen „Stadt", „Markt" und „Haus" können ausschnittweise vergrößert werden. In der Karte kann man dann auf Auschnitte klicken, um zu den entsprechenden Themen zu gelangen. Daneben gibt es einen Index, der Schlagwörter enthält. Die Schlagwörter führen oft zu benachbarten Themen. So bringt „Dreifelderwirtschaft" gleichzeitig die Erklärung des Begriffes „Zweifelderwirtschaft". Die Verbesserung der Anbaumethoden wird umfangreich und leicht verständlich erklärt. Auch schlimme Themen wie etwa die Pest werden genau erklärt.

Man steigt in die Geschichte nicht nur über Reiche und Mächtige ein, auch Mittelstand und Arme werden vorgestellt. Viele geschichtliche Ereignisse werden nebenbei geliefert, zum Beispiel die „Völkerwanderung". Worauf nicht eingegangen wird, ist „Mittelalter in den Burgen", aber das ist ja auch nicht der Titel.

Kleine Quizaufgaben zwischendurch machen Spaß, weil man das soeben erworbene Wissen anwenden kann.

Über das Spiel „Essen und Trinken" habe ich mich geärgert. Es ist viel zu schwer, das heißt, es ist zu lösen, aber gemein. Beispiel am Datum „Juni": Es wird am Anfang genannt, und man weiß noch nichts damit anzufangen. Wählt man ein Rezept aus, in dem Birnen vorkommen, sagt der Erzähler: „Es ist Juni. Wenn Du Dir heute Birnen besorgen kannst, bist Du eine so große Zauberin, daß Du Dir auch besseres Essen leisten kannst". Wenn man ein gutes Rezept gefunden hat, muß man ohne Zutatenliste und ohne vorherige Anweisung beim Bauern einkaufen. Auch haben die Waren beim Bauern keine Bezeichnungen.Beispiel: „Ziegenmilch". Das muß man sich entweder höllisch gut merken oder aufschreiben. Auf der CD kehrt es nicht wieder.

Themen der CD - ROM „Die Stadt im Mittelalter" sind:

- Die Stadt
- Frau und Familie
- Die Wassernutzung
- Die Abfallentsorgung
- Essen und Trinken
- Der Wald
- Die Medizin
- Kaufleute und Handwerker
- Die Bettler
- Strafvollzug im Mittelalter
- Feiern
- Kirche, Glaube und Aberglaube"

Raphael Ferres (12 Jahre)
Theodor-Fliedner-Gymnasium Düsseldorf-Kaiserswerth
22.10.1996